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Quintessenz 57 (2006), Nr. 5     (08.05.2006)

Quintessenz 57 (2006), Nr. 5  (08.05.2006)

ZAHNHEILKUNDE ALLGEMEINSeite 555-565


Gesundheitsrisiken bei Füllungswerkstoffen
Schmalz, Gottfried/Geurtsen, Werner/Arenholt-Bindslev, Dorthe
Der Begriff Risiko spielt eine immer größere Rolle in unserer Gesellschaft. Dabei ist die Risikowahrnehmung des Patienten intuitiv und basiert nicht auf Fakten, wie auch die Diskussion um das am besten biologisch untersuchte Füllungsmaterial Amalgam gezeigt hat. Das Gesundheitsrisiko auf dem Markt befindlicher Füllungswerkstoffe kann insgesamt als akzeptabel bewertet werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass es zu keinen Nebenwirkungen kommen kann. Zahnärztliches Personal stellt insgesamt eine Risikogruppe dar. Systemische Beschwerden haben ihre Ursachen oftmals in nicht erkannten Allgemeinerkrankungen und als Nebenwirkungen von Medikamenten. Allergien nehmen bei Kompositen/Adhäsiven an Bedeutung zu. Hier sind eine enge Zusammenarbeit mit dem Dermatologen/Allergologen und die Kenntnis der Zusammensetzung des Werkstoffes erforderlich. Reaktionen der Pulpa können in tiefen Kavitäten und bei eröffneter Pulpa auftreten; die Applikation eines Calciumhydroxidpräparates beugt dem vor. Postoperative Beschwerden lassen sich durch die strikte Verwendung von Adhäsiven weitgehend vermeiden.

Schlagwörter: Biokompatibilität, Amalgam, Kompositkunststoffe, Allergie, Toxizität
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