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Quintessenz 67 (2016), Nr. 3     8. Mär. 2016
Quintessenz 67 (2016), Nr. 3  (08.03.2016)

BILDGEBENDE VERFAHREN, Seite 331-337


Präoperative 3-D-Darstellung der Kieferhöhle
Kurze Literaturübersicht und Fallbericht
Wolf, Marius Karl / Rostetter, Claudio / Stadlinger, Bernd / Locher, Michael / Damerau, Georg
Der Fallbericht dokumentiert die Entfernung einer Radix in antro ohne hämorrhagische Komplikationen in Gegenwart einer Arteria alveolaris superior posterior (AASP) mit einem Durchmesser von 2,8 mm nach radiologischer 3-D-Planung mittels digitaler Volumentomographie (DVT). Darüber hinaus wird eine kurze Literaturübersicht über Studien zur Existenz und Varianzbreite der AASP gegeben. Bei einem 33-jährigen gesunden Mann wurde aus der rechten Kieferhöhle ein Fremdkörper per lateraler Fensterosteotomie entfernt. Die präoperative DVT-Aufnahme zeigte drei Arterien in der lateralen Kieferhöhlenwand in einem Abstand von 24,6, 19,5 und 13,5 mm zum Kieferkamm. Bei dem Eingriff wurde ein Blutgefäß mit einem Durchmesser von annähernd 3 mm freigelegt. Dank der DVT-Planung und des Einsatzes der Piezochirurgie war es möglich, eine intraoperative Beschädigung des Gefäßes zu vermeiden. Die postoperative Heilung verlief ohne Komplikationen. Lazerationen von Gefäßen mit großem Durchmesser bei einer lateralen Fensterosteotomie sind nicht lebensbedrohlich, können jedoch die Sicht beeinträchtigen und das Ergebnis des Eingriffs gefährden. Daher wird die 3-D-Bildgebung zur Minimierung intra- und postoperativer Komplikationen und zur Lokalisierung der Fremdkörper relativ zu anderen anatomischen Strukturen empfohlen. Von besonderem Interesse ist dies im Fall anatomischer Varianten bei Blutgefäßen.

Schlagwörter: Komplikationen, digitale Volumentomographie (DVT), laterale Fensterosteotomie, Kieferhöhle, Arteria alveolaris superior posterior, Radix in antro, Vaskularisierung
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