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Quintessenz 67 (2016), Nr. 6     6. Juni 2016
Quintessenz 67 (2016), Nr. 6  (06.06.2016)

PROTHETIK, Seite 703-718


Vollkeramische Brücken - Ein klinisches Update
Zenthöfer, Andreas / Rammelsberg, Peter / Bömicke, Wolfgang
Ausgewählte klinische Lückengebisssituationen können bei adäquater Verteilung und Wertigkeit der Pfeilerzähne die Versorgung mit lang- und/oder mehrspannigen Brücken erforderlich machen. Langspannige metallkeramische Brücken zeigen im Vergleich zu kurzspannigen Konstruktionen höhere technische Komplikationsraten, weisen aber dennoch eine vorteilhafte klinische Langzeitbewährung auf. In der modernen Zahnheilkunde stellen vollkeramische Werkstoffe aufgrund guter ästhetischer Eigenschaften, Erfolg versprechender klinischer Leistungsfähigkeit und hoher Biokompatibilität bereits für viele Indikationen eine Alternative zu konventionellen metallkeramischen Versorgungen dar. Die Evidenz zur klinischen Bewährung lang- und/oder mehrspanniger vollkeramischer Brücken ist allerdings noch sehr eingeschränkt. In der vorhandenen Literatur gibt es Hinweise auf eine Häufung technischer Komplikationen wie Verblendungsfrakturen, Dezementierungen und sogar Gerüstfrakturen. Die Überlebens- und Komplikationsraten scheinen stark von der Brückenspanne und -lokalisation abhängig zu sein, wobei der Ersatz von Seitenzähnen sowie Implantatversorgungen risikobehafteter sind. Auf der Basis der verfügbaren Evidenz lässt sich feststellen, dass lang- und/oder mehrspannige vollkeramische Brücken mit Zurückhaltung eingesetzt werden sollten. Die strategische Pfeilervermehrung mittels Implantaten und damit die Etablierung kleinerer Brückenspannen sowie der Verzicht auf Verblendungen in ästhetisch eher unwichtigen Bereichen führen in vielen Fällen zu einer besseren Langzeitbewährung und einer weniger kosten- und zeitintensiven Nachsorge.

Schlagwörter: Vollkeramik, Zirkonoxidkeramik, vollkeramische Brücken, Zirkonoxidbrücken, Literaturübersicht
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