Die Quintessenz
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Quintessenz 67 (2016), Nr. 9     8. Sep. 2016
Quintessenz 67 (2016), Nr. 9  (08.09.2016)

IMPLANTOLOGIE, Seite 1121-1129


Ist ein parodontaler Risikofall auch ein Periimplantitis-Risikofall?
Beikler, Thomas
Parodontitis und Periimplantitis sind prima vista klinisch ähnliche Erkrankungen, unterscheiden sich allerdings auf mikro- und molekularbiologischer Ebene deutlich. Die Periimplantitis stellt daher nicht einfach nur die Parodontitis des Implantates dar. Das Implantat ist verglichen mit dem natürlichen Zahn wesentlich anfälliger für infektiös entzündliche Prozesse. Eine erfolgreich behandelte chronische Parodontitis erscheint hinsichtlich der Entwicklung periimplantärer Komplikationen unkritisch. Patienten mit erfolgreich behandelter aggressiver Parodontitis können ebenfalls implantologisch therapiert werden, müssen aber aufgrund der stark erhöhten Anfälligkeit für periimplantäre Komplikationen zwingend auf die Notwendigkeit einer engmaschigen parodontalen und Implantatnachsorge hingewiesen werden. Eine Implantation bei Patienten mit unbehandelter Parodontitis ist abzulehnen. Zusammenfassend betrachtet bedarf es neben einer suffizienten Planung und Kontrolle der bekannten weiteren Risikofaktoren wie z. B. Rauchen und schlechte Mundhygiene einer stringenten und regelmäßigen Implantatnachsorge, um periimplantäre Komplikationen zu vermeiden.

Schlagwörter: Parodontitis, Periimplantitis, periimplantäre Komplikationen, parodontale Nachsorge, Implantatnachsorge
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