Die Quintessenz
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Quintessenz 68 (2017), Nr. 3     7. Mär. 2017
Quintessenz 68 (2017), Nr. 3  (07.03.2017)

PROTHETIK, Seite 273-290


Konditionierung der Brückenzwischengliedauflage in der ästhetischen Zone
Wolfart, Stefan
Bei der Rehabilitation unserer Patienten mit Brückenrestaurationen nimmt die Gestaltung des Brückenzwischengliedes und der dazugehörigen Schleimhautauflage vor allem im ästhetisch relevanten Frontzahnbereich eine Schlüsselrolle ein. Die Therapieentscheidung hängt davon ab, ob der nicht erhaltungswürdige Zahn noch vorhanden oder bereits extrahiert ist. Sofern sich der Zahn noch in situ befindet, kommt die sogenannte Immediate-Pontic-Technik zum Einsatz. Dabei wird das Weichgewebe während der Abheilung der Extraktionsalveole mit einem in diese hineinragenden "ovate pontic" gestützt. Für den Fall, dass der labiale Gewebsverlust nach Ausheilung der Alveole zu ausgeprägt ist, kann eine chirurgische Korrektur der Auflage vorgenommen werden. Hierzu eignet sich je nach Ausgangssituation entweder die Rolllappentechnik oder ein freies subepitheliales Bindegewebstransplantat. Im nächsten Schritt erfolgt das Modellieren der Brückenzwischengliedauflage mit einem Kugeldiamanten im roten Winkelstück oder einem Elektrotom mit schlingenförmigem Ansatz. Der so vorbereitete Zwischengliedbereich wird mit einem Provisorium weiter ausgeformt. Sobald die Auflage ästhetisch und funktionell ausgetestet und die Reinigungsfähigkeit dieses Bereiches durch den Patienten gegeben ist, kann mit der Anfertigung der definitiven Brückenversorgung begonnen werden.

Schlagwörter: Brückenzwischengliedauflage, Weichgewebsmanagement, Ovate-Pontic-Design, Immediate-Pontic-Technik, Bindegewebstransplantat, Rolllappen, Provisorium
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