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Quintessenz 68 (2017), Nr. 3     7. Mär. 2017
Quintessenz 68 (2017), Nr. 3  (07.03.2017)

ORALCHIRURGIE, Seite 317-321


Intraorale Weichgewebsnekrose nach intraligamentärer Anästhesie
Fallbericht über eine seltene Nebenwirkung
Hagen, Thilo / Novak, Jan / Kuttenberger, Johannes / Bassetti, Renzo
Durch Lokalanästhesien und speziell die intraligamentäre Anästhesie (ILA) verursachte Weichgewebsnekrosen stellen eine extrem seltene Nebenwirkung dar. Um dem Risiko für Weichgewebsnekrosen nach ILA vorzubeugen, sollte ein Anästhetikum mit einer Epinephrinkonzentration von höchstens 1:200.000 zur Anwendung kommen. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass die Anästhesielösung langsam und ohne Druckanwendung ins Weichgewebe injiziert wird. Wenn trotzdem der Fall einer intraoralen Weichgewebsnekrose nach Lokalanästhesie auftritt, kann ein Jod-Vaseline-Drain auf das entblößte Alveolarknochenareal appliziert und alle 4 bis 5 Tage ausgewechselt werden, bis sich das Weichgewebe regeneriert hat. Eine systemische antibiotische Therapie sollte ebenfalls in Betracht gezogen werden. Das Ziel des Beitrags besteht darin, anhand eines Fallbeispiels die seltene Nebenwirkung einer Weichgewebsnekrose nach Anwendung von 4%igem Articain (Epinephrinkonzentration 1:100.000) in Kombination mit der ILA-Technik im Oberkieferprämolarenbereich zu dokumentieren und mögliche Risikofaktoren aufzuzeigen.

Schlagwörter: Intraorale Weichgewebsnekrose, Lokalanästhesie, intraligamentäre Anästhesie
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