Die Quintessenz
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Quintessenz 68 (2017), Nr. 3     7. Mär. 2017
Quintessenz 68 (2017), Nr. 3  (07.03.2017)

KINDERZAHNHEILKUNDE, Seite 305-314


Die intraossäre Anästhesie in der Kinderzahnheilkunde
Cauwels, Rita G. / Monteyne, Hermien T. / Hommez, Geert M.
Klassische Anästhesieverfahren sind mit einigen typischen Nachteilen behaftet, zu denen eine geringe Wirksamkeit bei Pulpitiden und die Weichgewebsanästhesie als Nebenwirkung zählen. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Vor- und Nachteile der intraossären Anästhesie (IOA). Hauptvorteil der IOA ist der bessere Anästhesieerfolg bei Vorliegen einer Pulpitis oder in anderen Situationen, in denen eine herkömmliche Anästhesie nur bedingt zum Erfolg führt. Die IOA kann als alleiniges Verfahren zur Anwendung kommen oder begleitend eingesetzt werden, wenn die klassische Technik versagt. Ein zweiter Vorteil besteht in dem fast vollständigen Ausbleiben einer Weichgewebsanästhesie. Dies spielt besonders bei Kindern eine wichtige Rolle, da selbst verursachte Weichgewebstraumata vermieden werden können. Wichtigster Nachteil der IOA ist die etwas begrenzte Dauer der Anästhesie, die jedoch für fast alle Behandlungen ausreicht, welche weniger als 30 bis 60 Minuten in Anspruch nehmen. Als benigne Nebenwirkung der IOA bei Gesunden kann eine Tachykardie auftreten, welche sich aber durch eine sorgfältige Kontrolle der Injektionsgeschwindigkeit begrenzen lässt. Mit der Einführung computergesteuerter IOA-Geräte ist die Umsetzung der IOA einfacher geworden, und inzwischen können einige Komplikationen älterer IOA-Techniken wie die Überhitzung des Alveolarknochens und eine mögliche Schädigung von Zahnknospen vermieden werden.

Schlagwörter: Lokalanästhesie, intraossäre Anästhesie, computergesteuerte Anästhesie, Schmerzkontrolle, QuickSleeper
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