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Quintessenz 67 (2016), Nr. 10     7. Okt. 2016
Quintessenz 67 (2016), Nr. 10  (07.10.2016)

PROTHETIK, Seite 1195-1209


CAD/CAM-Schienen zur funktionellen und ästhetischen Evaluierung neu definierter Bisslagen
Edelhoff, Daniel / Schweiger, Josef / Prandtner, Otto / Trimpl, Johannes / Stimmelmayr, Michael / Güth, Jan-Frederik
Die Vorbehandlungsphase mit Okklusionsschienen ist ein entscheidender Schritt im Rahmen eines strukturierten Behandlungskonzeptes bei komplexen Rehabilitationen mit Veränderungen der Vertikaldimension der Okklusion. Hierbei stellt die gute Mitarbeit des Patienten eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg der Gesamttherapie dar. Häufig ist jedoch die Compliance des Patienten wegen ästhetischer, phonetischer oder funktioneller Einschränkungen bei Verwendung konventioneller Aufbissbehelfe in einem Kiefer als unzureichend einzustufen. Moderne Fertigungstechnologien ermöglichen heute den Einsatz zahnfarbener Okklusionsschienen aus Polycarbonat, deren Materialqualität und -eigenschaften sich deutlich von herkömmlich gefertigten Schienen aus transparentem Polymethylmethacrylat unterscheiden. Diese unter standardisierten Polymerisationsbedingungen gefertigten Materialien weisen eine extrem hohe Homogenität auf, die zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Dazu gehören eine größere Passgenauigkeit durch Umgehung der Polymerisationsschrumpfung, eine höhere Langzeitstabilität von Form und Farbe, eine günstigere Biokompatibilität, ein geringerer Verschleiß und ein besseres ästhetisches Erscheinungsbild. Zudem können zahnfarbene Polycarbonatschienen aufgrund ihrer Flexibilität ohne erhöhte Frakturgefahr auch in sehr geringen Schichtstärken hergestellt und eingesetzt werden. Der optimierte Tragekomfort führt in Kombination mit einer akzeptablen Ästhetik zu einer erheblich verbesserten Compliance der Patienten im Sinne einer "23-Stunden-Schiene". Durch die Teilung in eine Ober- und eine Unterkieferschiene bei größeren Veränderungen der Vertikaldimension können darüber hinaus die im Wax-up festgelegten ästhetischen und funktionellen Aspekte komplett in die Okklusionsschienen übertragen und realitätsnah wie auch reversibel von den Patienten erprobt werden. Dieses "Zwei-Schienen-Konzept" erleichtert zudem eine segmentale Umsetzung in die spätere definitive Restauration.

Schlagwörter: Wax-up, zahnfarbene Schienen, CAD/CAM-Schienen, Polycarbonat, komplexe Rehabilitation, Vorbehandlungsphase, Vertikaldimension der Okklusion (VDO)
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