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Quintessenz 69 (2018), Nr. 2     5. Feb. 2018
Quintessenz 69 (2018), Nr. 2  (05.02.2018)

KINDERZAHNHEILKUNDE, Seite 194-201


Klinisches Management nicht kavitierter kariöser approximaler Läsionen mittels Kariesinfiltration
Meyer-Lückel, Hendrik / Paris, Sebastian / Schult, Andreas
Die Technik der Kariesinfiltration wurde im Jahre 2009 unter dem Handelsnamen Icon in die Zahnmedizin eingeführt. In der Zwischenzeit hat sich diese Therapie im Behandlungsspektrum der präventiv orientierten Zahnarztpraxis sowohl für das Milch- als auch das bleibende Gebiss etabliert. Auch wenn die grundsätzlichen Indikationen nach wie vor die Infiltration approximaler kariöser Läsionen sowie von ästhetisch relevanter Karies im sichtbaren Bereich darstellen, konnte das Therapiespektrum auf beispielsweise die Maskierung von Fluorose erweitert werden. Die Approximalkaries kommt bis zu einem mittleren Erwachsenenalter im Vergleich zu anderen Lokalisationen immer noch am häufigsten vor und ist somit auch am relevantesten für eine Kariesinfiltration. Aus unserer Sicht sollte bei einer progredienten unkavitierten kariösen approximalen Läsion mit einer röntgenologischen Ausdehnung um die Schmelz-Dentin-Grenze immer zuerst an eine Infiltration und nicht an eine Füllung gedacht werden. Selbstverständlich sollte diese lokale Therapie von einer Intensivierung noninvasiver Maßnahmen (z. B. Fluoridierung, Interdentalraumhygiene) begleitet werden. Da der Erfolg aller noninvasiven Verfahren jedoch zu einem großen Teil von der Adhärenz des Patienten abhängt, scheint gerade bei Patienten mit hohem Kariesrisiko die Kariesinfiltration eine gute Alternative zu sein. Die invasive Behandlung von Milchzähnen kann durch eine rechtzeitige approximale Kariesinfiltration in vielen Fällen gänzlich vermieden werden.

Schlagwörter: Karies, Kariesrisiko, Kariesinfiltration, Infiltrationstherapie, Therapieentscheid
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