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Quintessenz 70 (2019), Nr. 2     5. Feb. 2019
Quintessenz 70 (2019), Nr. 2  (05.02.2019)

ZAHNERHALTUNG, Seite 138-148


Therapie der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation - funktioniert die Adhäsivtechnik?
Heinrich-Weltzien, Roswitha / Kühnisch, Jan
Prä- und posteruptive Schmelzeinbrüche aufgrund einer Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) sind neben kariösen Läsionen eine der häufigsten Ursachen für restaurative Behandlungen im Kindes- und Jugendalter. In zahlreichen In-vitro-Studien wurden in den letzten Jahren wesentliche Erkenntnisse zur Mikromorphologie sowie zu den chemischen und physikalischen Veränderungen des hypomineralisierten Schmelzes gewonnen, welche in jüngster Zeit zunehmend zu einer Vereinheitlichung von Therapieempfehlungen geführt haben. Während bei MIH-assoziierten Opazitäten kein operativer Behandlungsbedarf besteht, ist die Restauration von Schmelzeinbrüchen oftmals indiziert. In der Mehrzahl aller klinischen Situationen stellt die direkte adhäsive Füllungstherapie mit Komposit das Vorgehen der Wahl dar. Bei kleinflächigen, moderaten Defekten kann in der Regel ein minimalinvasives Kavitätendesign umgesetzt werden. Hingegen erfordern großflächige, schwere Schmelzdefekte die Gestaltung einer suffizienten Umrisskavität, was damit verbunden ist, dass die hypomineralisierte Zahnhartsubstanz vollständig entfernt wird und die Kavitätengrenzen im gesunden Zahnschmelz liegen. Mit der Priorisierung des Kavitätendesigns erscheint die Wahl des Adhäsivsystems heute eher sekundär. Obwohl einige wenige Laboruntersuchungen eine Gleichwertigkeit von selbstkonditionierenden und Etch-and-Rinse-Adhäsivsystemen suggerieren, sollte Letzteren aufgrund der ausgewiesenen Langzeiterfolge insbesondere an mehrflächigen Kavitäten (noch) der Vorzug gegeben werden.

Schlagwörter: Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, Schmelzstrukturstörung, Morphologie, Adhäsive, Komposit
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