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Quintessenz Zahnmedizin
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Quintessenz 70 (2019), Nr. 6     7. Juni 2019
Quintessenz 70 (2019), Nr. 6  (07.06.2019)

ENDODONTIE, Seite 670-680


Schwierigkeiten bei der Revisionsbehandlung von "Russian Red"-Wurzelkanalfüllungen
Drefs, Michael
"Russian Red"-Wurzelkanalfüllungen werden heutzutage nur noch selten durchgeführt. Dennoch kann der Zahnarzt insbesondere bei Patienten aus Osteuropa oder Asien auf Zähne treffen, die mit einer derartigen Wurzelkanalfüllung versorgt worden sind. Das Vorgehen soll eine zeitsparende und kostengünstige Methode der endodontischen Behandlung darstellen, bei der das Wurzelkanalsystem im Rahmen einer "resinifying therapy" nicht bzw. kaum chemomechanisch bearbeitet und abschließend mit einem resorcinol- und formaldehydhaltigen Wurzelkanalfüllmaterial gefüllt wird. Aus dieser Behandlung resultiert eine mitunter sehr intensive Rotfärbung des Dentins, welche auch bei der klinischen Untersuchung häufig an verfärbten Zahnkronen zu erkennen ist. Die Polymerisationsreaktion des frisch angemischten Füllmaterials innerhalb des Wurzelkanalsystems kann je nach Mischungsverhältnis der Komponenten zu einer steinharten, undurchdringlichen Verharzung des Pulpagewebes führen. Dies bereitet insbesondere im Zuge einer endodontischen Revisionsbehandlung unter Umständen erhebliche Schwierigkeiten, da die Entfernung und die Durchdringung des polymerisierten Pulpagewebes oft nur mit großem Aufwand und unter Inkaufnahme eines teilweise erheblichen Zahnhartsubstanzverlustes gelingen. Nicht selten lässt sich keine vollständige Katheterisierung der Wurzelkanäle erreichen, worüber der Patient im Vorfeld ausführlich aufgeklärt werden sollte.

Schlagwörter: Revisionsbehandlung, Russian Red, Verfärbung, Resorcinol, Formaldehyd
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