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Quintessenz Zahnmedizin
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Quintessenz 70 (2019), Nr. 10     7. Okt. 2019
Quintessenz 70 (2019), Nr. 10  (07.10.2019)

PROTHETIK, Seite 1162-1172


Blutstillende Retraktionsmittel und ihr Einfluss auf die verschiedenen Behandlungsschritte in der zahnärztlichen Prothetik
Teil 1: Gingivales Weichgewebsmanagement und blutstillende Mittel
Maischberger, Christian / Stawarczyk, Bogna / Liebermann, Anja
Der Übersichtsartikel soll einen Überblick über die während einer prothetischen Behandlung zum Einsatz kommenden blutstillenden Retraktionsmittel geben und mögliche Schwierigkeiten aufzeigen, mit denen Zahnärzte dabei konfrontiert werden können. Blutstillende Mittel sind wichtig, um eine erfolgreiche Retraktion und eine Blutstillung im gingivalen Sulkus zu erzielen, aber sie können zahlreiche negative Einflüsse sowohl auf die prothetische Behandlung als auch auf die oralen Strukturen haben. Der Beitrag beleuchtet diese Einflüsse, die jeder Zahnarzt kennen sollte. In den Datenbanken PubMed und Google Scholar erfolgte eine Suche nach Publikationen bis einschließlich 2017, wobei die folgenden Stichwörter in verschiedenen Kombinationen verwendet wurden: "hemostatic agent", "astringent", "astringency", "epinephrine", "ferric sulfate", "aluminum chloride", "hemorrhage control", "soft tissue", "hard dental tissue", "self-etch adhesive", "total-etch adhesive", "bond strength", "impression", "gypsum", "plaster cast" und "dental cast". In den letzten drei Jahrzehnten gab es einen Wandel bei den von Zahnärzten präferierten blutstillenden Mitteln weg von Epinephrin und hin zu Adstringenzien wie Aluminiumchlorid (AlCl3) und Eisen-III-Sulfat (Fe2(SO4)3. Alle zurzeit bekannten blutstillenden Mittel verursachen eine lokale, temporäre Schädigung der gingivalen Strukturen, aber nur Epinephrin hat auch negative systemische Auswirkungen. Verschiedene Studien, die sich mit dem Einfluss blutstillender Mittel auf Abformmaterialien beschäftigten, kamen zu höchst widersprüchlichen Ergebnissen hinsichtlich einer möglichen hemmenden Wirkung auf die Aushärtung, was wahrscheinlich der mangelnden Standardisierung der Versuchsdurchführung in den einzelnen Untersuchungen geschuldet ist. Blutstillende Mittel scheinen die Oberflächenstruktur des Dentins zu verändern und es damit resistenter gegen Säureätzung zu machen. Daher ist die im Vergleich zu Total-Etch-Adhäsiven relativ niedrige Azidität selbstätzender Adhäsive eventuell nicht aggressiv genug, um eine resistentere Dentinoberfläche ausreichend zu ätzen, was wiederum in einem verringerten adhäsiven Haftverbund resultieren könnte.

Schlagwörter: Blutstillung, blutstillende Retraktionsmittel, Abformung, Gingivaretraktion, Hämostatika, Adstringenzien, Adrenergika
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